Ein Leibnitzer im EM-Finale über 110 m Hürden

Enzo Diessl begeistert in Birmingham mit dem 5. Platz

Vor zwei Jahren bei der Leichtathletik Europameisterschaft in Rom war es noch Rang 18 über die kurze Hürdenstrecke gewesen. Inzwischen hatte der für dir SU RB Leibnitz startende Enzo Diessl viel Erfahrung bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris und bei der WM 2025 in Tokyo gesammelt. Diesmal sollte es daher ins Finale gehen. Im Semifinale ging es darum unter die ersten zwei oder weitere zwei Zeitschnellste zu kommen. Mit der Zeit von 13,35 Sekunden wurde es zwar der 4. Platz die insgesamt fünftschnellste Zeit reichte aber und Enzo zog damit über die Zeitregel ins Finale ein.

Dort wollte der U23-Europameister auf Bahn 2 schon in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Die Herausforderung einer Finalteilnahme bei einer so großen Meisterschaft war natürlich groß.  Enzo gelang ein solider Lauf, letztlich fehlte ihm – wie er auch später bestätigte – die notwendige Lockerheit um ganz vorne mitzulaufen.  Mit einer Zeit von 13,44 Sekunden fehlten dem Leibnitzer mit Rang 5 gerade einmal 18/100s auf den erträumten Platz auf dem Podest. Damit erzielte Enzo nicht nur die beste Leistung aller Zeiten eines österreichischen Hürdenläufers sondern auch die beste Platzierung des Österreichischen Teams bei diesen Europameisterschaften.

Vereinskollegin Karin Strametz war im 100 m Hürdenlauf leider der Aufstieg ins Semifinale verwehrt. Mit der guten Zeit von 13,10 Sekunden schrammte sie um 19 Hundertstel Sekunden an einer Teilnahme im Halbfinale vorbei. Sie hatte im Vorfeld mit Krankheit und Verletzungen zu kämpfen, was dann den großen Coup bei dieser EM verhinderte. Insgesamt war es wieder eine Machtdemonstration der Leibnitzer Leichtathleten über die kurzen Hürdenstrecken. Man kann gespannt sein, wie diese Entwicklung in Richtung der Olympischen Spiele 2028 weitergeht.

Text und Fotos: Reinhold Heidinger, © ÖLV / @amri.photo)

Über den Autor