Gesundheitliche Belastungen durch Hitze

Hochsommerliche Temperaturen in Kombination mit hoher Luftfeuchtigkeit führen zu starker Wärmebelastung des menschlichen Organismus. Durch den Klimawandel treten ausgeprägte Hitzewellen immer häufiger auf. Diese Risikopersonen und Gruppen sind hier maßgeblich betroffen:

Ältere Menschen über 65 Jahren

  • Menschen mit physischen (Herz-Kreislauf-, Lungen-, Nierenerkrankungen, Diabetes, etc.) und
  • psychischen Vorerkrankungen (Demenz, Alzheimer, Depressionen, etc.)
  • Menschen, welche durch Medikation oder den Missbrauch bewusstseinsverändernder Substanzen beeinträchtigt sind bzw. ein Selbstfürsorgedefizit aufweisen.
  • Menschen, welche unter erschwerten sozioökonomischen Bedingungen leben müssen (obdachlose Frauen/ Männer, Personen in Wohnungen mit schlechter Bausubstanz, alleinstehende ältere Menschen, etc.).
  • Babys, Kleinkinder und Schwangere
  • Frauen/ Männer in Berufen des Baugewerbes, Dachdecker und Spengler,
    (insbesondere Arbeitsplätze, welche Schutzausrüstung voraussetzen), …

Erste Warnzeichen bei Hitzestress

  • erhöhte Körpertemperatur, starkes Schwitzen, trockener Mund
  • Herzklopfen, erschwertes Atmen, Kreislaufstörungen
  • pulsierender Kopfschmerz, Verwirrtheit, Schwindel
  • trockene Haut, Muskelkrämpfe, Leistungsverlust
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall

Sonnenstich und Hitzestau

Zu lange direkte Sonneneinstrahlung kann heftige Kopfschmerzen bewirken und zum Bewusstseinsverlust führen.
Im Schatten hinlegen – Körper kühlen – Flüssigkeit trinken (nur bei Bewusstsein) – falls keine Besserung eintritt: Notruf 144 bzw. Ärztin/Arzt verständigen

Hitzeschlag bzw. Hitzeschock

Körpertemperaturen über 40 °C sind lebensbedrohlich und können zu Kreislaufkollaps, Störungen des Zentralnervensystems, Bewusstseinstrübung, Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit und Koma führen. Notruf 144 bzw. Ärztin/ Arzt verständigen, hinlegen – Körper kühlen – Flüssigkeit trinken

Allgemeines Verhalten & Sofortmaßnahmen

  • Trinken Sie mindestens 2 – 3 Liter pro Tag, am besten Mineralwasser und Fruchtsäfte, die nicht zu kalt sind. Vermeiden Sie alkohol-, koffein- und stark zuckerhaltige Getränke.
  • Essen Sie bevorzugt leicht verdauliche und fettarme Nahrungsmittel mit hohem Wassergehalt wie Salate, Obst und Gemüse.
  • Tragen Sie lockere Kleidung und kühlen Sie Handgelenke bzw. den Körper gelegentlich mit Wasser bzw. kühlen Duschen.
  • Verwenden Sie Kopfbedeckung, Sonnenschutzcreme und Sonnenbrillen bei längeren Aufenthalten unter freiem Himmel.
  • Suchen Sie kühle Räumlichkeiten oder Grünräume auf und vermeiden Sie körperliche Anstrengungen im Freien.
  • Lüften Sie Wohnung und Büro nachtsüber bzw. in den frühen Morgenstunden und lassen Sie die Fenster tagsüber geschlossen.

Was ist bei der Einnahme von Medikamenten zu beachten?

Medikamente können die Körpertemperatur und den Elektrolythaushalt des Körpers beeinflussen. Besondere Achtsamkeit ist geboten bei:

  • Diuretika (Entwässerungsmittel)
  • Sedativa (Beruhigungsmittel), Antidepressiva, Schlafmittel
  • alle die Aufmerksamkeit einschränkende Substanzen
  • Betarezeptorenblocker (Blutdruck senkende Substanzen)
  • Lagern Sie Medikamente bis maximal 25 °C.
  • Weitere Informationen finden Sie im Merkblatt Pflegeeinrichtungen
    Kontaktieren Sie Ihre(n) behandelnde(n) Ärztin/ Arzt

Maßnahmen im Sinne der Infektionsprävention

Bei der Verminderung von gesundheitlichen Belastungen während Hitzewellen durch geeignete Maßnahmen sind insbesondere auch Empfehlungen im Sinne der Infektionsprävention (vor allem in den entsprechenden Einrichtungen) zu bedenken.

Bei der Verwendung von Klimaanlagen ist der Raum herunter zu kühlen und dann die Klimaanlage auszuschalten. Falls die Raumtemperatur dadurch nicht effektiv gesenkt bleibt, kann die Klimaanlage auf niedriger Stufe bei ausgeschaltetem Entfeuchtungsmodus eingeschaltet bleiben.

Halten Sie alle allgemeinen Regeln zur Infektionsprävention ein.

In Räumen sollten Aerosol aufwirbelnde Maßnahmen wie Ventilatoren, deaktiviert werden, wenn zusätzlich zu infektiösen KlientInnen anderweitige Personen im Raum sind.

Achten Sie auf ausreichende Frischluftzufuhr – am besten in den frühen Morgenstunden – gut gelüftete Räume verringern die Infektionsgefahr.

Über den Autor

Elisabeth Kure

Elisabeth Kure, MA BA ist Mitarbeiterin der Abteilung Bürgermeister und u.a. für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadtgemeinde Leibnitz, das Stadtmagazin UNSER LEIBNITZ sowie für Beiträge im Newsroom (www.leibnitz.at) zuständig. Sie erreichen Elisabeth Kure unter [email protected].