Ehrliche Einblicke, echte Hilfe: Wenn Männer über Krisen sprechen

Die mentale Gesundheit von Männern ist ein zentrales, doch häufig unterschätztes Thema in unserer Gesellschaft. Noch immer sind viele Männer mit dem gesellschaftlichen Bild konfrontiert, stark sein zu müssen, Gefühle zurückhalten zu müssen und Probleme eigenständig zu bewältigen. Diese Haltung führt oft dazu, dass psychische Belastungen spät erkannt, verdrängt oder gar nicht erst thematisiert werden – mit teils schwerwiegenden Folgen für die Betroffenen.

Genau diesem sensiblen und wichtigen Thema widmete sich die Stadtgemeinde Leibnitz im Rahmen ihrer Kampagne „Schritt für Schritt zur Stadt ohne Vorurteile“, in enger Zusammenarbeit mit der GO On Suizidpräventionsstelle Leibnitz und lud zur Veranstaltung „Man(n) kann reden“ ins Kulturzentrum Leibnitz. Unter der Moderation von Sonja Schuster (GO ON Suizidprävention Leibnitz) und Robert Konrad (Abteilung Stadtentwicklung der Stadtgemeinde Leibnitz) war es erklärtes Ziel, Bewusstsein zu schaffen, aufzuklären und einen offenen Dialog zu fördern.

Dialog ohne Vorurteile

Rund 300 interessierte Besucher folgten der Einladung und nutzten die Gelegenheit, sich umfassend zu informieren. In Vorträgen und Beiträgen erhielt man wertvolle Einblicke in die psychische Gesundheit von Männern, lernte bestehende Unterstützungsangebote kennen und erfuhren, worauf es im Umgang mit Betroffenen ankommt.Besonders im Fokus stand dabei auch die Frage, wie man Krisen frühzeitig erkennt und welche Strategien helfen können, schwierige Lebensphasen besser zu bewältigen.

Highlight des Abends war die hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion mit Jochen Szorgo, Carmen Schojer, Dr. Peter Sigmund, Andreas Herz, Norbert Leitner und Paul Pizzera. Sie alle teilten offen ihre persönlichen Erfahrungen mit Krisen und Herausforderungen. Diese ehrlichen Einblicke machten Mut, über eigene Schwierigkeiten zu sprechen und zeigten eindrucksvoll, dass niemand mit seinen Problemen allein ist. Die Veranstaltung lebte nicht zuletzt vom aktiven Austausch mit dem Publikum: Viele Besucher beteiligten sich engagiert an der Diskussion, stellten Fragen und teilten ihre eigenen Gedanken und Erfahrungen. So entstand ein offener, respektvoller Raum, in dem das Thema mentale Gesundheit ohne Vorurteile angesprochen werden konnte. „Ein gelungener Abend, der nicht nur informierte, sondern auch zum Nachdenken anregte. Und ein wichtiger Schritt hin zu mehr Offenheit und Verständnis im Umgang mit psychischer Gesundheit“, resümiert Astrid Holler von der Abteilung Stadtentwicklung der Stadtgemeinde Leibnitz.

Bilder: ©Uli Schneebauer/Fotofreunde

Über den Autor

Elisabeth Kure

Elisabeth Kure, MA BA ist Mitarbeiterin der Abteilung Bürgermeister und u.a. für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadtgemeinde Leibnitz, das Stadtmagazin UNSER LEIBNITZ sowie für Beiträge im Newsroom (www.leibnitz.at) zuständig. Sie erreichen Elisabeth Kure unter [email protected].