Gemeinsames Gedenken an Johanna G.: Ein starkes Zeichen gegen Gewalt an Frauen
Wenn ein Schicksal viele Herzen bewegt, entsteht ein besonderer Zusammenhalt. Deshalb versammelten sich vor dem Rathaus in Leibnitz zahlreiche Menschen, um der ermordeten Johanna G. zu gedenken. Die stille, dichte Atmosphäre zeigte, wie tief dieses tragische Ereignis viele bewegt. Auch Menschen, die Johanna nie begegnet waren, kamen zusammen – vereint im Wunsch, ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen.
Bürgermeister Daniel Kos erinnerte daran, wie wichtig es ist, nicht allein zu trauern, sondern gemeinsam Haltung zu zeigen. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Einsatzorganisationen, Kirchen und Beratungsstellen, besonders von der Frauenberatungsstelle Verein Freiraum, standen Seite an Seite und machten deutlich: Jede Form von Gewalt an Frauen ist untragbar.
Mehrere Redner betonten, dass Zivilcourage und Aufmerksamkeit Leben retten können. Wegsehen dürfe keine Option sein – weder im eigenen Umfeld noch in der Gesellschaft. Die Frauenberatungsstelle Leibnitz rief dazu auf, Betroffenen zuzuhören und Hilfe anzubieten, bevor es zu spät ist.
Musikalisch begleitet wurde die Gedenkfeier von berührenden Querflötenklängen, die den Moment der Stille noch eindringlicher machten. Die Veranstaltung machte deutlich: Wegsehen ist keine Option. Die Gemeinde steht zusammen – für Johanna und für alle Frauen, die Opfer von Gewalt wurden. Johannas Schicksal mahnt uns alle, hinzusehen, zu handeln und gemeinsam für eine Gesellschaft einzustehen, in der Frauen sicher leben können.
Text: Andrea Kölbl/Stadtgemeinde Leibnitz
Fotos: Elisabeth Kure/Stadtgemeinde Leibnitz