Wo junge Köpfe Zukunft gestalten

Auf Einladung von Direktorin Maria Graßmugg besuchte Bürgermeister Daniel Kos die HTBLA Kaindorf an der Sulm. Bei einem Rundgang durch die Schule erhielt er spannende Einblicke in den Schulalltag und die verschiedenen Fachbereiche. Dabei durfte Kos nicht nur einen Blick in die Werkstätten und auf den neuen Zubau werfen, sondern auch im Unterricht Platz nehmen.

Mit rund 960 Schülern in 37 Klassen zählt die HTBLA Kaindorf zu den bedeutenden Ausbildungsstätten der Region und darüber hinaus. Seit diesem Schuljahr gibt es zudem eine neue Ausbildungsrichtung: Cyber Security. Derzeit wird dieser Bildungsgang österreichweit nur an drei Standorten als Schulversuch angeboten – Kaindorf ist dabei der einzige Standort in der Steiermark.

Bei dem Rundgang wurde deutlich, welch großen Stellenwert die Verbindung von Theorie und Praxis an der HTBLA einnimmt. Wissen von der Pike auf zu erlernen, um sich später spezialisieren zu können, lautet die Devise. Wie viel technisches Know-how dabei entsteht, zeigten ausgewählte Projekte der Schüler. Ein besonderes Beispiel präsentierten Valentin Gerdenitsch und Markus Schreiner: Sie stellten ihren selbst entwickelten und gebauten Delta-Roboter vor, den sie bereits in der 3. Klasse konzipiert und umgesetzt hatten. Mit diesem Projekt haben die beiden schon früh die Latte hoch gelegt und gezeigt, welches technische Können und welcher Erfindergeist bereits während der Ausbildung entstehen können.

Auch bei Wettbewerben, etwa dem Robocup, macht die HTBLA Kaindorf immer wieder auf sich aufmerksam. Das an der Schule aufgebaute Wissen im Bereich Robotik findet mittlerweile sogar über den Schulbetrieb hinaus Beachtung. Wie Michael Lieschnegg stolz erzählte, hat etwa die TU Graz angeklopft, um auf das vorhandene Know-how der HTBLA Kaindorf zurückzugreifen.

Wie Direktorin Maria Graßmugg betonte, hat die Schule in diesem Zusammenhang viel ihrem engagierten Lehrkörper zu verdanken. Gerade in technischen Ausbildungsbereichen, die sich besonders schnell weiterentwickeln, sei es entscheidend, dass sich auch die Lehrkräfte laufend fortbilden und mit großem Engagement an der Weiterentwicklung der Ausbildung arbeiten. „Es ist großes Potenzial da, das gefördert werden muss“, so Maria Graßmugg.

Möglichkeiten und Leistungen der Schüler standen auch bei einer Besichtigung der Werkstätten im Mittelpunkt. Leiter Konrad Wilhelm machte dabei unmittelbar sichtbar, wie praxisnah die Ausbildung gestaltet ist: Die Schüler durchlaufen den gesamten Prozess – von der ersten Idee und Konstruktion über die Arbeitsplanung und Fertigung bis hin zum fertigen Projekt. Dabei geht es nicht nur um technisches Geschick, sondern auch um Planung, Kostenkalkulation und die Entwicklung von Lösungen für konkrete Problemstellungen.

„Mein heutiger Besuch vermittelte einen eindrucksvollen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten der HTBLA Kaindorf. Neben modernster Technik und praxisnaher Ausbildung wurde deutlich, dass eine umfassende schulische Bildung hier weit über die technischen Fachbereiche hinausgeht. Die HTBLA Kaindorf verbindet Wissen, Kreativität und praktische Umsetzung und schafft damit eine Ausbildung, deren Ergebnisse längst auch über die Grenzen der Schule hinaus Beachtung finden“, zeigte sich Bürgermeister Daniel Kos beeindruckt.

Fotocredit: Stadtgemeinde Leibnitz/Elisabeth Kure

Über den Autor

Elisabeth Kure

Elisabeth Kure, MA BA ist Mitarbeiterin der Abteilung Bürgermeister und u.a. für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadtgemeinde Leibnitz, das Stadtmagazin UNSER LEIBNITZ sowie für Beiträge im Newsroom (www.leibnitz.at) zuständig. Sie erreichen Elisabeth Kure unter [email protected].