Fußballcollege Leibnitz stellt U15-Kader für die Leistungsklasse vor
Das Fußballcollege Leibnitz lud gestern auf den SVL-Sportplatz ein, um die U15-Mannschaft und das Trainerteam für die Saison 2026/2027 offiziell vorzustellen. Nach einer einjährigen Pause kehrt das Nachwuchsprojekt damit auf die heimischen Sportstätten zurück – ein Schritt, über den sich die Stadtgemeinde Leibnitz besonders erfreut zeigt.
Die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs auf den städtischen Anlagen in Leibnitz markiert einen wichtigen Meilenstein für den regionalen Nachwuchssport und unterstreicht die Bedeutung der kommunalen Jugendförderung vor Ort. Bereits im Vorfeld hatten sich Bürgermeister Daniel Kos und Gemeinderat Willi Rachholz maßgeblich für die Rückkehr des Fußballcolleges eingesetzt. Die Stadtgemeinde Leibnitz unterstütze die Initiative vollends, „nachdem das Engagement für die Jugend ein zentrales Anliegen ist“, unterstrich Bürgermeister Kos bei der Pressekonferenz. Seitens des Vereins sprach Obmann Anton Jahrbacher der Stadtgemeinde für dieses Engagement seinen Dank aus.
Sportliches Konzept
Das 2008 gegründete Fußballcollege wird derzeit von Obmann Anton Jahrbacher, dem Aufsichtsrats-vorsitzenden Ernst Jahrbacher und dem sportlichen Leiter Hannes Haller geführt. Es baut auf dem vom ÖFB geförderten Leistungszentrum auf und zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass es den gesamten Spielbetrieb in der Steirischen Leistungsklasse eigenständig leitet. Dadurch erhalten junge Talente – Mädchen wie Burschen – nicht nur ein hochklassiges Training, sondern absolvieren auch ihre wöchentlichen Meisterschaftsspiele unter der Regie des Colleges.
Ziel des Projektes ist es, die schulische bzw. berufliche Ausbildung optimal mit dem Leistungssport in Einklang zu bringen. Die individuelle Entwicklung der jungen Talente steht dabei im Mittelpunkt, um ihnen eine bestmögliche regionale Förderung und die Chance auf eine spätere Profikarriere zu bieten. Inhaltlich orientiert sich die Ausbildung an den Standards der Akademie Steiermark – Sturm Graz in Zusammenarbeit mit dem Steirischen Fußballverband (STFV). Dennoch ermöglicht das Modell es den Nachwuchskräften, in ihrem gewohnten Umfeld zu verbleiben. Zudem setzt das Konzept auf volle Transparenz und Nachhaltigkeit für die Region: Die Spielerinnen und Spieler sind für die Dauer ihrer Ausbildungszeit lediglich von ihren Stammvereinen geliehen und kehren nach Ablauf automatisch zu diesen zurück. Es gibt keine Rückfinanzierung durch Wechsel zu Großklubs; etwaige Ausbildungsentschädigungen verbleiben zu 100 Prozent beim jeweiligen Stammverein.
