Das Projekt „Wildtierschutz und Verkehrssicherheit Steiermark“ geht heuer in die 12. Saison

Im Jahr 2015 startete das Projekt „Wildtierschutz und Verkehrssicherheit Steiermark“ – ein Gemeinschaftsprojekt des Landes Steiermark und der Steirischen Jägerschaft, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen und Wildunfälle zu reduzieren. Dabei werden an neuralgischen Stellen entlang von Landes- und Gemeindestraßen gezielt Wildwarnreflektoren und optisch-akustische Wildwarngeräte angebracht.

„Anfang des Jahres wurde die Zusammenarbeit bis 2031 mit dem Ziel fortgesetzt,weitere Gefahrenstellen zu entschärfen und die Verkehrssicherheit für Mensch und Tier kontinuierlich zu erhöhen. Denn pro Jahr verlieren rund 13.000 Wildtiere, davon rund die Hälfte Rehwild, auf steirischen Landesstraßen ihr Leben. Diese Anzahl wollen wir natürlich verringern. Heuer werden 23 neue Reviere mit Wildwarngeräten ausgestattet, 68 bestehende Testreviere haben nachbestellt. Damit werden heuer 48 Kilometer Landes- und rund zwei Kilometer Gemeindestraßen neu ausgerüstet. In den Testrevieren werden knapp 24 Kilometer ,nachgerüstet‘. Die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und natürlich auch der Wildtiere ist uns allen ein großes Anliegen“, sagt LAbg. Gerhard Hirschmann anlässlich des diesjährigen Ausgabetermins.

Heuer werden in Summe 4.550 optische Wildwarnreflektoren, 335 optisch/akustische Wildwarngeräte und drei olfaktorische Vergrämungen (gezielte Abwehr von Tieren durch Gerüche) an die Reviere ausgegeben.
Die Investitionssumme für die heurigen Maßnahmen beläuft sich auf ca. 74.000 Euro, wovon der Straßenerhaltungsdienst rund 50.000 Euro übernimmt. Montage, Wartung und Pflege werden von der Jägerschaft gemeinsam mit dem STED durchgeführt.
Rund 12.500 Euro investieren die Reviere, die zudem jagdwirtschaftliche Leistungen wie Datenerhebung und Monitoring übernehmen. Die Steirische Landesjägerschaft unterstützt das Projekt heuer mit rund 11.500 Euro, Service- und Reparaturkosten teilen sich STED und Landesjägerschaft.

Die Bilanz seit 2015 kann sich sehen lassen: 314 Reviere sind aktiv im Projekt eingebunden, rund 63.600 optische Wildwarnreflektoren sind in Verwendung, gut 3.900 optisch-akustische Wildwarngeräte und 56 ergänzende Sicherheitsmaßnahmen wie olfaktorische Duftstoffe wurden installiert. In Summe wurde die Verkehrssicherheit auf rund 880 Kilometer Landesstraßen und 35 Kilometer Gemeindestraßen erhöht.

„Für uns Jägerinnen und Jäger ist Wildtierschutz gelebte Verantwortung. Wir kennen unsere Reviere, wissen, wo Wildwechsel stattfinden, und stehen auch Tag und Nacht bereit, wenn es zu einem Wildunfall kommt. Mit unserem ehrenamtlichen Einsatz leisten wir einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit auf unseren Straßen und vor allem für den Schutz unserer Wildtiere. Denn jeder verhinderte Wildunfall bedeutet weniger Tierleid. Dass die Jägerschaft und das Land Steiermark hier gemeinsam ansetzen und unsere Arbeit vor Ort unterstützen, ist ein wichtiger Beitrag, um Wildunfälle weiter zu vermeiden.“, so Jagdsprecher LAbg. Bruno Aschenbrenner.

Das Projekt „Wildtierschutz und Verkehrssicherheit Steiermark“ geht heuer in die 12. Saison. Foto: Die Steirische Jagd

Über den Autor

Elisabeth Kure

Elisabeth Kure, MA BA ist Mitarbeiterin der Abteilung Bürgermeister und u.a. für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadtgemeinde Leibnitz, das Stadtmagazin UNSER LEIBNITZ sowie für Beiträge im Newsroom (www.leibnitz.at) zuständig. Sie erreichen Elisabeth Kure unter [email protected].