Jahrhundertprojekt für die Südsteiermark: Wasserverband Transportleitung Steiermark Süd gegründet
Mit der Gründung des neuen Wasserverbands Transportleitung Steiermark Süd stellen die steirischen Wasserversorger und das Land die Weichen für die Trinkwassersicherheit der kommenden Jahrzehnte. Eine 33 Kilometer lange Trasse soll künftig Wasser aus dem Norden in den von Trockenheit bedrohten Süden transportieren.
In Leibnitz wurde mit der konstituierenden Sitzung des neuen Wasserverbands Transportleitung Steiermark Süd der Grundstein für ein regionales Jahrhundertprojekt gelegt. Ziel der Initiative ist es, die Trinkwasserversorgung im Süden und Osten der Steiermark angesichts von zunehmender Trockenheit, steigendem Verbrauch und schwankenden Niederschlägen langfristig abzusichern.
Die geplante Infrastruktur bildet ein Herzstück des Wassernetzwerks Steiermark 2050. Sie soll künftig sauberes Trinkwasser aus den wasserreichen Vorkommen im Alpenraum in den wasserärmeren Süden transportieren. „Es geht um eine sichere Versorgung mit der wertvollsten Ressource der Welt in allen Teilen der Steiermark.“, betont LR Simone Schmiedtbauer.
Fakten zum Großprojekt
- Trassenverlauf: Rund 33 Kilometern Länge von Feldkirchen bei Graz über Wildon bis südlich von Leibnitz (Landscha).
- Dimensionen: Leitungsdurchmesser von 600 mm bei einer Durchflussmenge von bis zu 300 Liter pro Sekunde.
- Speicherkapazität: Neubau eines Hochbehälters mit 10.000 m³ Fassungsvermögen.
- Investitionsvolumen: Rund 43 Millionen Euro (bei einer Förderquote von 65 Prozent).
- Zeitplan: Nach der ausgeschriebenen Detailplanung ist ein Baustart in etwa zwei Jahren geplant. Die Inbetriebnahme soll 2031 oder 2032 erfolgen.
Schulterschluss
Der neue Verband bleibt zu 100 Prozent in öffentlicher Hand und setzt auf schlanke Organisationsstrukturen nach dem Modell der Transportleitung Oststeiermark. Vier etablierte Wasserversorger bilden die Gründungsmitglieder: Der Wasserverband Umland Graz, die Leibnitzerfeld Wasserversorgung GmbH, der Wasserverband Leibnitzerfeld Süd sowie der Wasserverband Wasserversorgung Vulkanland.
Zum Obmann des neuen Wasserverbandes wurde Feldbachs Bürgermeister Josef Ober gewählt, sein Stellvertreter ist Leibnitz-Bürgermeister Daniel Kos. Gemeinsam mit Geschäftsführer Stefan Theissl nimmt das Führungsteam nun die konkreten Planungs- und Genehmigungsschritte in Angriff.
