Blick hinter die Kulissen: Stadtgemeinde Leibnitz besuchte Saubermacher-Zentrale und Werk
Wie wird aus Abfall wieder ein Rohstoff? Dieser Frage ging kürzlich eine Abordnung der Stadtgemeinde Leibnitz rund um Bürgermeister Daniel Kos und Michael Paulitsch (Leiter Bauverwaltung Stadtgemeinde Leibnitz) bei einem Standortbesuch der Firma Saubermacher nach. Die Reise führte von der Konzernzentrale in Feldkirchen bei Graz bis zum hochmodernen Kompetenzzentrum für Industrieabfälle in Unterpremstätten.
Vom steirischen Gnas in die Welt
Das Unternehmen, das seine Wurzeln im oststeirischen Gnas hat, ist längst zu einem Global Player herangewachsen. Mit rund 4.000 Mitarbeitern in acht Ländern (darunter Deutschland, Tschechien und Ungarn) erwirtschaftet die Saubermacher Dienstleistungs AG einen Jahresumsatz von rund 500 Millionen Euro. Im Ecoport, der Firmenzentrale, gaben Berthold Kren (Geschäftsleiter Österreich), Christiane Katschnig-Otter (Leadmanagerin Beteiligungsmanagement) und Martina Kornthaler (Leiterin Beteiligungsmanagement) Einblicke in die Strategie des Unternehmens.
Unterpremstätten: Ein Zentrum für Kreislaufwirtschaft
Besonders anschaulich wurde es beim Werksbesuch in Unterpremstätten unter der Leitung von Klaus Schruf. Er machte den Kreislaufgedanken bei der Entsorgung von Batterien, physikalisch-biologischen Abfällen, Mineralien oder etwa festen Brennstoffen greifbar. Mittels modernster Anlagen, eigener Labore und einem Fokus auf „Zero Waste“ wird hier gezeigt, wie 100-prozentige Verwertung gelingen kann.
Ein brennendes Thema ist besonders die Entsorgung von Batterien. Weil diese oft falsch im Restmüll landen, steigt die Brandgefahr massiv. Saubermacher investiert daher in Forschung und hat bei der jüngsten Eröffnung einer Recyclinganlage im deutschen Ginsheim neue Maßstäbe gesetzt.
Ausklang mit dem Gründer
Den Abschluss fand der Standortbesuch bei einem gemeinsamen Geschäftsessen mit KR Hans Roth und Gebietsleiter Markus Starz. In geselliger Runde wurde erörtert, wie entscheidend eine enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und Experten ist, um die Vision einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft Wirklichkeit werden zu lassen.





